Psychotherapeutische Praxis Georg Wünnemann

Was ist Verhaltenstherapie?

Die Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes psychotherapeutisches Verfahren, das auf der Annahme basiert, dass problematische Verhaltensweisen und Denkmuster erlernt wurden und daher auch wieder verlernt oder verändert werden können.

Im Mittelpunkt der Verhaltenstherapie steht die aktive Zusammenarbeit zwischen Therapeut und Patient. Gemeinsam werden konkrete Ziele erarbeitet und Strategien entwickelt, um diese zu erreichen.

Grundprinzipien der Verhaltenstherapie

Therapeutische Methoden

In der verhaltenstherapeutischen Behandlung kommen verschiedene bewährte Methoden zum Einsatz:

Kognitive Verhaltenstherapie

Identifikation und Veränderung problematischer Denkmuster, die zu negativen Gefühlen und Verhaltensweisen führen. Die kognitive Umstrukturierung hilft dabei, realistische und hilfreiche Gedanken zu entwickeln.

Expositionsverfahren

Systematische und kontrollierte Konfrontation mit angstauslösenden Situationen oder Objekten. Diese Methode ist besonders wirksam bei Angststörungen und Phobien.

Schematherapie

Erweiterung der kognitiven Verhaltenstherapie, die tief verwurzelte Lebensthemen und emotionale Muster bearbeitet. Besonders hilfreich bei chronischen Problemen und Persönlichkeitsstörungen.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

Spezielle Methode zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse. Durch bilaterale Stimulation werden belastende Erinnerungen neu verarbeitet und integriert.

Ego-State-Therapie

Arbeit mit verschiedenen Persönlichkeitsanteilen (Ego-States), um innere Konflikte zu lösen und Integration zu fördern. Besonders wirksam bei Traumafolgestörungen.

Ablauf der Verhaltenstherapie

Typischer Therapieverlauf:

Wirksamkeit

Die Verhaltenstherapie gehört zu den am besten erforschten psychotherapeutischen Verfahren. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen ihre Wirksamkeit bei einer Vielzahl psychischer Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen.

Die Behandlung ist von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt und wird in der Regel vollständig übernommen.